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Messe Dornbirn
Messestrasse 4
6854 Dornbirn

Messe Dornbirn

 

Der Messestandort Dornbirn hat einen neuen Wirtschafts-Treffpunkt, denn im September wurde das „Haus der Messe“ eingeweiht. Hier werden sich Besucher und Aussteller gleichermaßen zu Hause fühlen. Eine klare Formensprache, eine beeindruckende Kubatur und ein großzügiges Foyer: Diese Parameter bestimmen das Gebäude, das sich am ebenfalls neu geschaffenen „Messeplatz“ befindet. Für die Architektur zeichnet das Architekturbüro Atelier Rainer + Amann aus Feldkirch verantwortlich.
 

 

 
„Eigentlich haben wir ein Wohnzimmer gebaut“, sagt Architekt Christian Zottele vom Atelier Rainer + Amann. Die Schwierigkeit war, eine Atmosphäre zu finden, in der Messebetrieb, Seminare und Gastronomie stattfinden können. Und das ist auf aussergewöhnliche Weise gelungen. Messebauten sind normalerweise in technoiden Grautönen gehalten, in Dornbirn steht jetzt ein grosszügiges Gebäude mit einer Fassade aus Streckmetall, die je nach Lichteinfall eine andere Optik hat. Die Innenausstattung ist komplett in Holz gehalten, was nach Ansicht mancher Besucher eine fast sakrale Ausstrahlung hat.

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Publikumsmagnet
Wirtschaftsstadt mit hoher Lebensqualität, das ist das Leitbild von Dornbirn. Keine andere Stadt in Österreich konnte in den letzten Jahren ähnlich gute Zahlen vorweisen. Die zehntgrößte Stadt Österreichs mit rund 44.700 Einwohnern bietet eine Reihe gewichtiger infrastruktureller Vorteile. Fast 200.000 Besucher frequentieren während eines Messejahres das Vorarlberger Messegelände.  2007 wird die 13. Weltgymnaestrada in Dornbirn stattfinden. Das Messegelände wird Begegnungsfläche von über 40 Nationen und somit zugleich Bühne und Strada mit Cafés, Kulinarischem und Nationenständen des Weltturnfestes.
Auch dafür wurde der wichtigste Bau in der Geschichte der Messe Dornbirn erstellt. Bauzeit war 18 Monate, 15,8 Mio. Euro wurden investiert und rund siebzig Firmen waren beteiligt. Trotz des strengen Winters erfolgte die Fertigstellung rechtzeitig zur Herbstmesse. „Es war ein überraschend kalter Winter, es hat uns eiskalt erwischt, im wahrsten Sinne des Wortes“, sagt Zottele, „für Spenglerarbeiten zum Beispiel mussten wir mehr Geld investieren als vorgesehen.“

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Lichte Architektur
Für die Architektur zeichnet das Feldkircher Architekturbüro Atelier Rainer + Amann verantwortlich. Marion Rainer, Eckhard Amann und Christian Zottele haben nicht nur eine Messehalle mit Flair und Funktion errichtet, sie haben die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten optimal eingebunden. Schließlich wird im neuen „Haus der Messe“ während der Frühjahrs- und Herbstmesse das „Wirtschaftszelt“ mit der Gastronomie eingerichtet, zu den Fachmessen werden wiederum die Ausstellungsstände aufgebaut.

Diese Anforderungen wurden bei den Oberflächen und der Beleuchtung berücksichtigt. Die Holzverkleidung an den Innenwänden besteht komplett aus Esche, was einen extrem warmen Ton ergibt. Die Messeführung legte Wert auf ein stimmungsvolles Licht, wenn die Halle von der Gastronomie belegt ist. Es gibt zwei Beleuchtungskonzepte: einmal diffus kaltes Licht für die Belegung mit Ausstellern und dann ein warmes Licht mit Schlagschatten und Spots für die anderen Verwendungszwecke.

Ein Meisterstück ist Fassade mit dem Chamäleoneffekt. Das Streckmetall ändert seine Optik je nach Lichteinfall. „Wir wollten keine Boutiquenoptik, keine geschleckte Architektur“, meint Zottele, „es ist ein kerniger Charakter mit der buckligen Oberfläche aus Blech, passend für eine Industriezone.“ Besonders stolz ist er auf die hinterleuchtete Fassade: „Das hat viel Detailarbeit und viel Koordination gebraucht, mit industriellen Serienprodukten so preisgünstig zu arbeiten.“ Am Tag wirkt die Fassade dezent, für ein Industriegebiet angemessen, aber wenn die Messe läuft, wird die Fassade silbrig rot hinterleuchtet. „Licht einschalten und wow“, beschreibt Zottele den Effekt.

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Nicht nur für Messen
Ein repräsentativer Bau ist ein Imagegewinn für die Boomregion Vorarlberg.

Bei sämtlichen Fachmessen dient das weitläufige Foyer als Haupteingang, während die Halle selbst als Ausstellungshalle und Restaurant genutzt wird. Außerhalb der Messezeiten ist das Gebäude bereits für einige Firmenveranstaltungen und Konzerte gebucht. Die größte Halle des Landes wird für Publikums- und Fachmessen sowie für internationale Anlässe die erste Adresse im Land Vorarlberg.

Beste Verbindungen
Das neue Wahrzeichen der Messe Dornbirn ist auch für große Konzerte mit bis zu 4.800 Stehplätzen, für Kongresse mit bis zu 1.000 Gästen bei Parlamentsbestuhlung oder TV-Produktionen bestens geeignet. Erste Buchungen verdeutlichen den Bedarf in Vorarlberg nach einer vielfältigen, attraktiven Halle mit eigenem Foyer und Backstage-Hallen. Die besonderen Vorzüge des Standorts Dornbirn liegen in der optimalen Anbindung an Autobahn und das öffentliche Verkehrsnetz und dem neuen, einladenden Messeplatz.

Für Messepräsident Klaus Ulmer und Messedirektor Roland Falger ist im Rahmen des Neubaus auch die erstklassige Zusammenarbeit mit der Stadt Dornbirn und dem Land Vorarlberg bestätigt worden. Land, Stadt und Messe beteiligen sich mit je einem Drittel an den Baukosten. Beinahe alle Aufträge konnten übrigens heimische Handwerker für sich entscheiden.

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Hallendaten „Haus der Messe“ in Dornbirn:

    * 10.544,23 m² Brutto-Geschoßflächen (Hallenfläche inkl. Technik, Lager etc.)
    * 2.433 m² Netto-Hallenfläche
    * 700 m² Foyerfläche (inkl. WC-Anlagen und Garderoben)
    * 65.192,14 m³ umbauter Raum
    * 60 m lang x 40 m breit
    * 12 m lichte Höhe
    * Tiefgarage mit 86 Parkplätzen
    * 2.760 m² Streckmetall-Fassade außen
    * 2.200 m² Innenverkleidung aus Esche
    * Stahlbau-Deckentragwerk 380.000 kg
    * 12.960 Tonnen Beton


Die Dornbirner Messe GmbH veranstaltet im Messeareal sieben Eigenmessen, davon zwei Publikumsmessen mit über 200.000 Besuchern. Das Messegelände der Dornbirner Messe GmbH liegt direkt an der Autobahn-Ausfahrt Dornbirn Süd (Exit 18) der A 14/E 60. Die Fachmesse-Themen sind für Österreich, die Schweiz und Liechtenstein sowie für Süddeutschland führend.

 

(Quelle: www.baumagazin.ch)

 
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